Sonntag, 26. April 2015

Danke

Danke.
Ein kleines Wort, das so viel aussagen kann.
Heute möchte ich danke sagen, will mich bei dir bedanken. Denn du hast mich zu dem gemacht, was ich heute bin, hast mich zu einem besseren Menschen gemacht.
Danke, dass du mich zurückgelassen hast, als es am dunkelsten war. Danke, dass du gegangen bist, ohne noch einmal zurückzusehen und ohne dich darum zu kümmern, ob ich den Weg zurück ans Licht finde. Deinetwegen musste ich kämpfen. Vielleicht mehr als jemals zuvor in meinem Leben.Zuerst bin ich orientierungslos hin und her getaumelt. Alleine. Verzweifelt. Dann bin ich losgegangen. Auf gut Glück und nur mit winzigen, zaghaften Schritten. Aber ich bin gelaufen. Immer wieder bin ich gefallen, habe mir Hände und Knie aufgeschlagen. Die Narben trage ich noch immer. Aber meine Schritte sind sicherer geworden. Nach und nach. Jetzt stehe ich wieder sicher auf meinen Beinen. Mit erhobenem Kopf. Denn ich habe gekämpft.
Danke dafür.

Ohne dich hätte ich nicht so viel Kraft gebraucht. Vielleicht hätte ich nie erfahren, welche Stärke in mir steckt, wie viel ich wirklich leisten kann. Ich habe mich ganz alleine wieder auf die Beine gekämpft und meinen Weg zurück ans Licht gefunden.
Danke.
Du wirst immer ein Teil von mir sein, denn du warst so lange an meiner Seite. Aber dann bist du gegangen und hast mich zurückgelassen. Unsere Wege haben sich getrennt. Ich habe geflucht, geweint und geschrien. Deinetwegen. Aber ich bin dabei Frieden zu schließen und dir zu vergeben. Ich bin noch nicht am Ende des Weges, aber auch das werde ich schaffen. Irgendwann. Das heißt nicht, dass ich vergessen werde. Sondern, dass ich mit einem Kapitel abschließe. Die nächste Seite aufschlage.
Doch noch habe ich es nicht ganz geschafft. Ich habe noch nicht vergeben und ab und zu taumel ich noch immer. Nur sehe ich nicht mehr zurück, sondern nur noch nach vorne ins Licht. Bis ich dort bin, bitte ich dich nur um eins: Bitte denk daran, wie sehr ich gekämpft habe und wie sehr ich es noch immer tue. Jeden Tag. Bitte kreuze meinen Weg nicht, wenn es eine andere Möglichkeit gibt. Denn das lässt mich stehen bleiben. Rühre nicht an alten Wunden, die noch immer so sehr schmerzen. Sie brauchen Zeit und Ruhe, um heilen zu können. Ich brauche Zeit. Aber ich danke dir.
Danke, dass du da warst. Danke, dass du gegangen bist.
Danke an alle, die mich gelehrt haben zu kämpfen.

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